Langeweile und Durchdrehen

Also so langsam wäre es schön, wenn alles wieder gut wäre. Ich weiß, dass es leider nicht danach aussieht, aber man wird noch träumen dürfen. Nicht Durchzudrehen scheint aktuell zu einem größeren Problem zu werden.

Deine Kumpels nicht sehen zu können wird im Laufe der Zeit immer schlimmer. Klar, man kann telefonieren und so, aber dennoch ist das nicht das Gleiche wie durch die Clubs zu ziehen.

Das mir das so fehlt hätte ich vorher nicht gedacht. Ich bin schon davon ausgegangen, dass es schwer wird nicht mehr wirklich aus der Wohnung zu gehen, aber das es solche Ausmaße in mir drin annimmt hatte ich echt nicht erwartet.

Als es mit der Ausgangssperre losging habe ich mich noch über die Menschen im Fernsehen gewundert, die davon sprachen, dass man auch nicht weiß, was für Schäden das Eingesperrt sein mit uns machen wird.

Da habe ich mich noch über die Aussage gewundert. So langsam dämmert mir da aber was. Das kam auch schleichend und hat sich dann ganz langsam breit gemacht. Jetzt stehe ich kurz davor auszuflippen. Mir fällt hier die Decke auf den Kopf!

Alleine oder zusammen – was ist besser?

Ich habe keinen anderen Menschen hier um mich herum. Ob das gerade ein Vor- oder Nachteil ist kann ich gar nicht sagen. Habe gestern noch mit einem Freund gesprochen, der mir sagte, dass er sich wahrscheinlich bald von seiner Freundin trennen wird.

Die sind schon eine gefühlte Ewigkeit zusammen und haben auch jede Menge Hochs und Tiefs erlebt, aber dieses die ganze Zeit aufeinander hocken schaffen auch die beiden nicht mehr.

Sonst verlässt jeder das Haus und hat was über das man dann auch mal sprechen kann. Jetzt sind aber beide im Homeoffice am arbeiten. Somit gibt es den ganzen Tag kaum bis manchmal gar keine Distanz.

Da kann man dann schon mal anfangen durchzudrehen. Es sind oft Kleinigkeiten, sagt er. Die führen dann aber zu immensen Streits, die es sonst (wahrscheinlich) nicht gegeben hätte. Das treibt deren Beziehung gerade in eine Ecke aus der sie zusammen vielleicht nicht mehr rauskommen werden.

Was bleibt ist die Hoffnung

Aber was soll man machen?! Es bleibt einem nichts anderes als hoffen. Zuhause bleiben und auf sich selber aufpassen, dass man nicht dafür sorgt, dass die Ansteckungszahlen nach oben gehen. Was anderes hat man nicht in der Hand.

Ich könnte so kotzen, dass unser geplanter Sommertrip dieses Jahr ins Wasser fällt. Als die Epidemie losging, war das noch mein Hoffnungsschimmer am Ende des Pandemie-Tunnels. Wenn ich aber realistisch bin, weiß ich, dass das dieses Jahr nichts wird.

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